Endovenöse Lasertherapie oder Radiofreqenzablation


Facts

Endovenöse Lasertherapie

  • BEHANDLUNGSDAUER 30 bis 60 Minuten
  • ANÄSTHESIE Tumeszenz-Lokalanästhesie — keine Vollnarkose
  • AUFENTHALT Vollständig ambulant — gleicher Tag nach Hause
  • GESELLSCHAFTSFÄHIG Sofort nach dem Eingriff
  • SPORT Leichtes Gehen sofort; intensiver Sport ab etwa zwei Wochen
  • NACHSORGE Kompressionsstrümpfe, Ultraschall-Kontrollen

Die endovenöse Lasertherapie oder Radiofrequenz sind  die modernsten Verfahren zur dauerhaften Behandlung von Krampfadern. Minimal-invasiv, ambulant und ohne Vollnarkose — die endovenöse Therapie ermöglicht Patienten eine schnelle Rückkehr in den Alltag ohne Krankenhausaufenthalt. In der Chirurgie am Kurpark Bad Aibling führt Dr. Daniel Chaudhry das Verfahren mit höchster Präzision durch: individuell geplant, schonend durchgeführt und mit dauerhaftem Ergebnis.

Was ist die endovenöse Lasertherapie (EVLT) oder Radiofrequenzablation?

Die endovenöse Therapie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Stammvarizen und erkrankten oberflächlichen Venen. Dabei wird Laserenergie oder Mikrowellenenergie direkt in die betroffene Vene eingebracht, die Venenwand von innen erhitzt und dauerhaft verschlossen. Die behandelte Vene wird anschließend vom Körper abgebaut — ohne Narben, ohne Schnitte, ohne stationären Aufenthalt.

Das Verfahren gilt heute als Goldstandard in der modernen Phlebologie und hat die klassische Venenoperation in vielen Fällen abgelöst. Gerade für Patienten, die Wert auf schnelle Genesung und minimale Einschränkungen legen, ist das Lasern der Venen die überlegene Wahl.

Für wen eignet sich die endevenöse Behandlung der Venen?

Die endovenöse Therapie eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten mit:

  • Stammvarikose der Vena saphena magna oder parva — der häufigsten Form der Krampfadern
  • Seitenastvarikose mit Rückfluss aus der Stammvene, Perforansinsuffizienzen
  • Beschwerden wie Schweregefühl, Spannungsschmerz, Hitzegefühl oder geschwollenen Beinen
  • Wiederkehrenden Krampfadern nach früheren Behandlungen
  • Wunsch nach ambulanter Behandlung ohne Narkoserisiko

Nicht geeignet ist das Verfahren bei aktiver tiefer Venenthrombose, schweren Gerinnungsstörungen oder bestimmten anatomischen Besonderheiten. Die individuelle Eignung wird im persönlichen Erstgespräch vollständig abgeklärt.

Welche Ursachen haben Krampfadern?

Krampfadern entstehen, wenn die Venenklappen in den Beinvenen nicht mehr richtig schließen. Blut staut sich in den Gefäßen, der Druck steigt, die Venenwände dehnen sich aus. Begünstigende Faktoren sind genetische Veranlagung, langes Stehen oder Sitzen im Berufsalltag, Übergewicht, Schwangerschaften und mangelnde Bewegung.

Unbehandelt können Krampfadern mit der Zeit zu ernsthaften Komplikationen führen:

  • chronische Venenschwäche mit dauerhaft geschwollenen Beinen,
  • Entzündungen der oberflächlichen Venen,
  • im schlimmsten Fall eine tiefe Venenthrombose oder ein offenes Bein.

Eine frühzeitige Behandlung ist deshalb nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern der Gesundheit.

Was passiert vor dem Eingriff — Diagnostik mit Duplexsonografie?

Bevor die endovenöse Therapie beginnt, steht eine präzise Diagnose. In der Chirurgie am Kurpark setzt Dr. Chaudhry auf die farbkodierte Duplexsonografie — eine Ultraschalluntersuchung, die das gesamte Venensystem detailliert darstellt.

Die Untersuchung zeigt:

  • die genaue Lage und Ausdehnung der erkrankten Venen
  • defekte Venenklappen und ihren Schweregrad
  • die Flussrichtung des Blutes im Venensystem
  • mögliche Begleiterkrankungen wie Thrombosen

Erst auf Grundlage dieser Untersuchung wird der individuelle Behandlungsplan erstellt. Dr. Chaudhry berät Sie ehrlich und empfiehlt nur, was medizinisch sinnvoll ist — konservative Maßnahmen wie Kompressionsstrümpfe inklusive.

Ablauf endovenöse Therapie - Schritt für Schritt

Die endovenöse Lasertherapie oder RF folgt einem klar strukturierten Ablauf in vier Schritten:

Schritt 1 — Punktion unter Ultraschallkontrolle: Über eine einzige kleine Einstichstelle wird ein feiner Katheter in die erkrankte Vene eingeführt. Kein Schnitt, keine Naht. Die Platzierung erfolgt unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle — millimetergenau und sicher.

Schritt 2 — Tumeszenz-Anästhesie: Rund um die Vene wird eine spezielle Flüssigkeit injiziert. Sie betäubt den Bereich lokal, schützt das umliegende Gewebe vor der Laserwärme und komprimiert die Vene für ein optimales Behandlungsergebnis. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich.

Schritt 3 — Laserbehandlung oder Radiofrequenz: Eine haarfeine Faser wird in der Vene positioniert. Beim kontrollierten Rückzug gibt die Faser präzise Energie ab. Die Venenwand erhitzt sich, schrumpft und verschließt sich dauerhaft. Das umliegende Gewebe bleibt vollständig unversehrt.

Schritt 4 — Abschluss und Verband: Direkt nach dem Eingriff wird ein Kompressionsverband angelegt. Der Patient verlässt die Praxis auf eigenen Beinen — am selben Tag.

Warum ist die endovenöse Therapie der klassischen Venen-OP überlegen?

Die klassische Venenoperation — das sogenannte Stripping — war über Jahrzehnte der Standard in der Krampfaderbehandlung. Heute bietet das endovenöse Verfahren klare Vorteile:

Kein Schnitt, keine sichtbare Narbe: Beim Stripping sind mehrere Hautschnitte notwendig. Beim Lasern  oder Radiofrequenz genügt eine einzige Einstichstelle. Das kosmetische Ergebnis ist deutlich unauffälliger.

Lokalbetäubung statt Vollnarkose: Das Narkoserisiko entfällt vollständig. Die Tumeszenz-Lokalanästhesie ist sicher und gut verträglich.

Ambulant — kein Krankenhausaufenthalt: Die Behandlung findet vollständig in der Praxis statt. Keine Einweisung, kein stationärer Aufenthalt.

Schnelle Erholung: Patienten sind nach dem minimal invasiven Eingriff  deutlich schneller wieder belastbar. Blaue Flecken und Schmerzen sind geringer ausgeprägt.

Nachgewiesene Langzeitwirkung: Klinische Studien belegen Erfolgsraten von über 97 Prozent nach fünf Jahren.

Wie sieht die Nachsorge aus?

Direkt nach dem Eingriff wird ein Kompressionsverband angelegt. Leichtes Gehen ist sofort erlaubt und erwünscht. In den ersten zwei Wochen sollten Kompressionsstrümpfe der Klasse II konsequent getragen werden. Sauna, heiße Bäder und direkte Sonneneinstrahlung werden für etwa vier Wochen gemieden.

Nach einigen Tagen sowie nach vier bis sechs Wochen erfolgt eine Ultraschallkontrolle. Die behandelte Vene baut sich über mehrere Monate vollständig ab — nach etwa sechs Monaten ist sie nicht mehr nachweisbar.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Das endovenöse Verfahren ist sicher und gut etabliert. Mögliche Nebenwirkungen:

  • Leichte Blutergüsse oder Verhärtungen — klingen meist innerhalb weniger Wochen ab
  • Leichtes Wärme- oder Taubheitsgefühl — vorübergehend
  • Hautveränderungen entlang der Laserstrecke — in der Regel vorübergehend
  • Thrombosen oder Infektionen — sehr selten bei korrekter Durchführung

Dr. Chaudhry klärt Sie vor dem Eingriff ausführlich über alle Risiken auf.

Laser, Radiofrequenz oder Verödung — welches Verfahren ist das richtige?

Neben dem endovenösem Verfahren gibt es die Schaumverödung (Sklerotherapie) als Alternative. Die Verödung eignet sich gut für kleinere Seitenastvarikosen und Besenreiser, ist bei größeren Stammvenen jedoch weniger zuverlässig.

Die endovenöse Therapie erzielt bei Stammvenen deutlich niedrigere Rückfallraten und ist bei ausgeprägtem Befund die überlegene Wahl. In manchen Fällen ist eine Kombination beider Methoden sinnvoll. Dr. Chaudhry bespricht im Erstgespräch individuell, welches Vorgehen für Sie am besten geeignet ist.

Ihre Vorteile bei Dr. Chaudhry

Dr. Daniel Chaudhry ist Facharzt für Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie mit langjähriger klinischer Erfahrung in renommierten Kliniken in München, Traunstein und als Oberarzt am RoMed Klinikum Rosenheim.

  • Persönliche Betreuung von der Erstdiagnose bis zur Abschlussuntersuchung
  • Modernste Diagnostik direkt in der Praxis — farbkodierte Duplexsonografie
  • Vollständig ambulanter Ablauf — minimale Ausfallzeit
  • Transparente, ehrliche Beratung — Eingriff nur wenn medizinisch sinnvoll

Häufige Fragen zur endovenösen Lasertherapie

Der Eingriff dauert 30 bis 60 Minuten. Inklusive Vor- und Nachbereitung sollten Sie etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen.

Nein. Das Verfahren ist unter Tumeszenz-Lokalanästhesie nahezu schmerzfrei. Leichte Wärme- oder Druckgefühle danach klingen binnen weniger Tage ab.

Tumeszenz-Lokalanästhesie: lokal betäubend, gewebeschützend, Vollnarkose überflüssig.

Sofort. Keine Schnitte, keine Nähte, keine Vollnarkose — Sie sind direkt nach der Behandlung präsentabel.

Ja, wenn medizinische Notwendigkeit besteht. Bei rein kosmetischer Indikation ist Selbstzahlung erforderlich.

Die behandelte Vene kehrt nicht zurück. In anderen Venen können sich neue Varizen bilden — besonders bei genetischer Veranlagung.

Gehen sofort, moderater Sport nach einer Woche, intensives Training nach zwei Wochen.

Ja, grundsätzlich möglich. Dr. Chaudhry bespricht die optimale Vorgehensweise individuell.